Doping

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Auf einen Blick

Ein Dopingtest wird hauptsächlich bei Sportlern durchgeführt, um unerlaubtes Doping festzustellen.

Dazu muss die zu überprüfende Person unter Aufsicht eine Probe ihres Urins abgeben.

Das heißt, das Kontrollpersonal beobachtet die Urinabgabe um eine Manipulation auszuschließen.

Sportler unter 16 Jahren dürfen die Urinprobe ohne Sichtkontrolle abgeben.

Die abgelieferte Urinprobe, mindestens 90 Milliliter, wird etwa im Verhältnis 2 zu 1 auf eine A- und eine B-Flasche aufgeteilt. Sollte das Urinvolumen nicht ausreichend sein, teilt der Dopingkontrolleur dem Tester mit, dass eine weitere Probe genommen werden muss.

Die Proben werden anschließend zu einem akkreditierten Labor gebracht. Das Labor ermittelt die Testresultate der A-Probe, lagert die B-Probe für eine mögliche notwendige spätere Überprüfung ein.

Weitere Informationen

Zur qualitativen und quantitativen Bestimmung der Stoffe kommen hauptsächlich chromatographische und enzymimmunologische Methoden zum Einsatz.

Für die Dopingtests in den Ländern sind nationale Agenturen zuständig, die eigenständig arbeiten und von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) kontrolliert werden.

Die WADA veröffentlicht seit dem Jahr 2004 jährlich eine Dopingliste, auf der alle relevanten Substanzen enthalten sind.

 

Danach sind:

I. Verbotene Substanzen und Methoden während und außerhalb des Wettkampfes

S0)    Medizinisch nicht zugelassene Wirkstoffe (Generelles Verbot für alle Substanzen, die noch in der Entwicklung und in den klinischen Prüfphasen sind)

S1)    Anabole Wirkstoffe

S2)    Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika

S3)    ß2-Agonisten

S4)    Hormone und Metabolische Modulatoren

S5)    Diuretika und maskierende Substanzen

M1)    Manipulation von Blut und Blutkomponenten

M2)    Chemische und physikalische Manipulationen

M3)    Gen- und Zelldoping

 

II. Verbotene Substanzen und Methoden während des Wettkampfes

Zusätzlich zu den unter S1-S5 und M1-M3 verbotenen Kategorien sind für den Wettkampf folgende Wirkstoffe verboten:

S6)    Stimulanzien

S7)    Narkotika

S8)    Cannabinoide

S9)    Glucocorticoide

 

III. Verbotene Substanzen in speziellen Sportarten

P1)    Beta-Blocker

 

Urin-Schnelltests sind im Dopingbereich bisher noch nicht präsent, da die Vielschichtigkeit der Anlyseparameter durch einfache Tests kaum abbildbar ist.

Quellen

  • WADA: The Doping Control Process, URL: https://www.wada-ama.org/sites/default/files/wada_doping_control_aag_eng_web.pdf, Abgerufen am 18.06.2019
  • FIFA: Ablauf eines Urintest zur Dopingkontrolle, URL: https://no-doping.fifa.com/de/dopingkontrollverfahren/verfahren-bei-urinproben.html, Abgerufen am 18.06.2019
  • Deutsche Sporthochschule Köln: Dopingkontrolle, URL: https://www.dshs-koeln.de/institut-fuer-biochemie/doping-substanzen/dopingkontrolle/dopingkontrolle/, Abgerufen am 18.06.2019
  • Müller, T. (2007): Mit ausgefeilten Tricks umgehen Dopingsünder die laschen Kontrollen, URL: https://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sportmedizin/article/451200/ausgefeilten-tricks-umgehen-dopingsuender-laschen-kontrollen.html, Abgerufen am 18.06.2019
Stand der Informationen: Herbst 2019