Probenahme

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Auf einen Blick

Unter Probenahme versteht sich die Gewinnung des Urins von Testpersonen zur weiterfolgenden Analyse.

Wesentliche Einflußfaktoren auf die Probenahme sind:

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Allgemeine Hinweise zur Uringewinnung

Um Fehlerquellen zu minimieren, ist eine korrekte Vorgehensweise für die Probenahme nötig. Es sollten daher folgende Punkte grundsätzlich befolgt werden:

  • Die Urinprobe sollte direkt in der Arztpraxis genommen werden, um die Zeit bis zur Analytik so kurz wie möglich zu halten.
  • Es sollten genaue Anweisungen zur Gewinnung des Urins gegeben werden.
  • Körperliche Anstrengungen sollten vor der Probennahme oder während des Sammelns vermieden werden.
  • Bei Frauen sollte keine Urintestung während oder kurz nach der Menstruation erfolgen, da eine Kontamination des Urins mit Blut zu fehlerhaften Ergebnissen führt.
  • Zur Uringewinnung sollten Einmalbehälter verwendet werden.
  • Um Verwechslungen zu vermeiden, sollten die Proben sofort sorgfältig mit vollständigem Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Patienten sowie dem Entnahmedatum beschriftet werden.

 

Für die meisten mikrobiologischen Untersuchungen ist die Gewinnung von Mittelstrahlurin erforderlich. Eine sachgemäße Entnahmetechnik ist notwendig, um Verunreinigungen durch Keime aus den Bereichen der äußeren Geschlechtsorgane zu vermeiden.

 

Die vorgesehene Probenahme sollte wie folgt erfolgen.

  • Für die meisten Untersuchungen wird der erste Morgenurin benötigt
  • Dazu müssen die Hände sorgfältig mit Seife und Wasser gewaschen werden
  • Gründliches Reinigen der Geschlechtsteile mit handwarmem Wasser ohne Seife
  • Bereich um die Harnröhrenöffnung mit Tupfer trocknen

 

Urinentnahme:

  • Erste Portion des Urins nicht verwenden, sondern in die Toilette laufen lassen
  • Zweite (mittlere) Portion (bei Erwachsenen etwa 10 – 20 ml) im bereitgestellten sterilen Urinbecher auffangen, ohne den Harnstrahl zu unterbrechen
  • Verunreinigung der Becherinnenseite durch Hände oder Kleidung möglichst vermeiden
  • Den Rest des Urins wieder in die Toilette laufen lassen
  • Den Urinbecher gut verschließen und kühl stellen

Im Regelfall verhält es sich allerdings so, dass beispielsweise in einer Arztpraxis der Patient einen Becher in die Hand gedrückt bekommt mit dem Hinweis, den Becher bitte zu füllen, aber möglichst nicht ganz bis zum Rand. Und das war es häufig an Instruktion. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit einer relevanten Kontamination der Probe relativ hoch. Wie viele Falsch-Positive bzw. Falsch-Negative Testergebnisse daraus resultieren ist bisher nicht wissenschaftlich belegt.

Quellen

  • laborzentrum.org: Anleitung zur Probenentnahme Blut-, Stuhl-, Urin- und Speichelentnahme, URL: http://www.laborzentrum.org/dokumente/pat-probenentnahme.pdf, Abgerufen am 18.06.2019
  • IMD Labor :Untersuchungsmaterial Urin für labormedizinische Untersuchungen, URL: https://www.imd-berlin.de/imd-labor/praeanalytik/untersuchungsmaterial/urin.html, Abgerufen am 18.06.2019
  • NADA: Standard für Dopingkontrollen und Ermittlungen, URL: https://www.nada.de/fileadmin/user_upload/nada/Downloads/Dokumente/2017_Standard_fuer_Dopingkontrollen.pdf , Abgerufen am 18.06.2019
  • Umweltbundesamt: Hinweise zur Morgenurin-Probenahme, URL: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/democophes_erlaeuterungen_urinsammelgefaesse.pdf, Abgerufen am 18.06.2019
Stand der Informationen: Herbst 2019