Ernährung

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Auf einen Blick

Unser Urin ist ein Spiegelbild dessen, was wir täglich zu nehmen und wie unser Körper es verarbeitet. Die Ernährung ist also unter weiteren Faktoren ein entscheidender Einflussfaktor auf die Zusammensetzung des Urins. Sowohl Ess-, als auch Trinkgewohnheiten, sollten also in die Beurteilung eines Urinbefundes mit einbezogen werden.

Unser Trinkverhalten hat einen unmittelbaren Einfluss darauf, wie viel Urin der Körper produziert. Wer viel Flüssigkeit zu sich nimmt, wird mehr Urin ausscheiden. Wird wenig Flüssigkeit zugeführt, wird auch weniger ausgeschieden. Die täglich ausgeschiedene Urinmenge kann auch sinken, wenn der Körper  viel Wasser verliert (z.B. durch Durchfall, Erbrechen oder starkes Schwitzen).

Auch unsere Ernährung kann Einfluss auf die Urinmenge nehmen. So kann beispielsweise eine eiweißreiche Ernährung zu erhöhter Urinproduktion führen, da der Körper das Eiweiß in wasserlöslichen Harnstoff umwandelt und über die Nieren ausscheidet.

Normalerweise ist Urin eine klare, hellgelbe bis farblose Flüssigkeit. Die gelbe Farbe entsteht im wesentlichen durch Urochrome (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin). Je weniger man trinkt, desto dunkler wird der Urin. Farbverärbungen (rot, orange, braun, grün etc.) können entweder durch auf Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme hindeuten, oder aber aus dem Verzehr bestimmter Lebensmittel resultieren.

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Mögliche Färbungen und ihre Bedeutung sind zum Beispiel:

leuchtend gelb: oft durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin B2

gelb-grün / blau-grün: kann auf eine Pseudomonas-Infektion hindeuten

gelb-braun: oft nach Rhabarber-Verzehr (bei saurem Urin)

rosa: oft nach Rhabarber-Verzehr (bei alkalischem Urin)

rot: Eventuell ist Blut im Urin. Aber auch Farbstoffe können die Ursache sein, z.B. aus Medikamenten oder roter Bete.

rot-braun: Eventuell ist Blut im Urin.

braun, mit gelbem oder braunen Schaum: Ursache können z.B. Leberschäden oder blockierte Gallenwege sein.

Urin besteht vorwiegend aus Wasser (>95%). Daneben finden sich verschiedene organische und anorganische Stoffe im Harn:

 

Organische Stoffe:

  • Harnstoff
  • Harnsäure
  • Kreatinin
  • Aminosäuren
  • Ketonkörper
  • Protein

 

Anorganische Stoffe:

  • Natriumionen
  • Kaliumionen
  • Ammoniumionen
  • Kalziumionen
  • Chloridionen
  • Phosphat

Der pH-Wert von Urin kann ernährungsbedingt schwanken. Als normal gelten pH-Werte von etwa 5,0 bis 6,0.
Wenn die Ernährung aus einer Mischkost besteht, die auch Fleisch enthält, ist der Urin in der Regel leicht sauer (pH 5,6 bis 7,0). Eine vegetarische Ernährung lässt den Harn dagegen etwas alkalischer (also weniger sauer) werden.

Quellen

  • Roche Diagnostics Deutschland GmbH (2014): Kompendium der Urinanalyse. Urinteststreifen und Mikroskopie, 1-196
  • Roche Diagnostics Deutschland GmbH (2009): Nierendiagnostik Grundlagen der Labormedizin, 1-60
  • Nagel, G. (2018): Urin (Harn), URL: https://www.onmeda.de/anatomie/urin.html, Abgerufen am 18.06.2019
  • Schröder, U. et al. (02/2017): Übersäuerung – basische Ernährung – Entschlackung, Tritime-Magazine
Stand der Informationen: 2022