Smartwatches, Fitnessuhren, Schrittzähler – heutige Technologien ermöglichen es, zahlreiche Gesundheitsfaktoren zu erfassen und zu speichern. Neben Aktivitätslevel-, Herzfrequenz- und EKG-Aufzeichnungen können auch Daten über die Trinkmenge sowie Miktionsmuster von Relevanz sein.
Hintergrund
Dass ausreichend Trinken viele gesundheitliche Vorteile hat, ist bekannt. Häufig unterschätzt werden aber die positiven Auswirkungen einer hohen Flüssigkeitszufuhr auf unser Harnsystem. Je mehr Flüssigkeit wir zu uns nehmen, desto verdünnter und weniger konzentriert wird der Urin. Dies kann helfen, häufigen urologischen Krankheitsbildern wie Harnwegsinfektionen oder Harnsteinen vorzubeugen. Im Falle von Harnwegsinfektionen ermöglicht der hohe Wassergehalt im Urin es, eingedrungene Bakterien auszuspülen, bevor sie eine Infektion verursachen können. Der Ausbildung von Harnsteinen kann vorgebeugt werden, da die Konzentration steinbildender Substanzen erniedrigt und damit ihre Kristallisation vermindert wird – kleinere Urinkristalle werden ausgespült, bevor sie sich zu Steinen zusammenlagern können.
Die Erhebung des täglichen Miktionsmusters kann als Spiegel der Flüssigkeitszufuhr angesehen werden. Die Kombination der Daten ist sinnvoll, da die Flüssigkeitsbedürfnisse je nach Lebensstil und externen Einflussfaktoren individuell unterschiedlich sind.
Interessant bei bestimmten Indikationen sowie gesundheitsbewusstem Lebensstil
Aufgrund der protektiven Wirkung bezüglich der Ausbildung von Harnwegsentzündungen und Harnsteinen ist die Erfassung der täglichen Trinkmenge besonders für urologische Patientinnen und Patienten relevant, die an rezidivierenden Harnwegsinfektionen sowie Harnsteinen leiden. Die Erhebung des täglichen Miktionsmusters ist darüber hinaus interessant für die Behandlung von Inkontinenzproblemen oder übermäßigem Harndrang.
Auch Menschen, die im Rahmen von viel Sport oder Diäten einen bestmöglich gesunden und fitten Körper anstreben, Schwangeren und vorerkrankten Personen kann ein tägliches Trink- und Miktionstagebuch helfen.
Digitalisierung der Daten
Eine Digitalisierung der Daten, beispielsweise innerhalb einer Smartphone-App, ist sinnvoll, da sie einfach gespeichert und übersichtlich dargestellt werden können. Eine mögliche Freigabe, die das Übermitteln der Daten an behandelnde Ärztinnen und Ärzte erlaubt, kann Diagnose- und Behandlungsprozesse vereinfachen. Genau an diesem Punkt setzen wir bei Medipee an: Mit unserer Smartphone-App Mikta haben wir ein digitales Trink- und Miktionstagebuch entwickelt, das die tägliche Erfassung einfach, alltagstauglich und medizinisch verwertbar macht.






