Vor wenigen Tagen war das Moerser Medizintechnikunternehmen Medipee auf dem weltweit größten Präsenzkongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Stuttgart zu Gast. Vor Ort diskutierten die Vertreter der Firma Medipee mit Ärzten und Experten über verschiedene Anwendungsmöglichkeiten ihrer Erfindung.

Im Fokus des diesjährigen Kongresses stand unter anderem die Behandlung und der Umgang mit urologischen Tumoren sowie die Therapie von Harn- und Nierensteinen. Medipee arbeitet derzeit an einer Anwendung für Harn- und Nierensteinpatienten. Diese soll Patienten nach einer Steinoperation bei der Metaphylaxe unterstützen und im Rahmen des Digitale-Versorgung-Gesetz als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) angeboten werden.

Medipee hat bereits in einer Pilotstudie in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Oldenburg hinreichende Annahmen für die positiven Versorgungseffekte einer solchen App erkennen können. „Wir wollen nun in einer Evidenzstudie in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kliniken und über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Wirkung unserer App nachweisen“ erklärt Frank Willems, Medizintechnikingenieur und Geschäftsführer der Medipee GmbH. Entsprechende Studienpartner konnte das Moerser Medizin-Start-Up beim DGU-Kongress in Stuttgart finden: „Wir haben sehr positive Gespräche mit renommierten Urologen aus dem DACH-Raum geführt und sind nun in gemeinsamen Vorbereitungen für den Start einer größeren Studie“ so Willems weiter.